Betrieb & Service
Eine Ladesäule, die nicht lädt, meldet sich von selbst: über den Fahrer. Eine Erzeugungsanlage, die zu wenig liefert, meldet sich nicht und fällt monatelang niemandem auf. Deshalb steht beim Kraftwerk das Monitoring vor der Wartung.
Der Fehler, der sich nicht meldet
Der typische Fehler einer PV-Anlage ist nicht der Ausfall, sondern der stille Minderertrag.
Ein abgeschalteter String, ein verschmutzter Bereich, ein degradierter Wechselrichter: Die Anlage liefert weiter Strom, nur eben weniger. Ohne Vergleich gegen den Erwartungswert fällt das monatelang nicht auf. Es kommt keine Störungsmeldung, weil formal nichts ausgefallen ist.
Jemand steht davor
Eine Säule, die nicht lädt, meldet sich von selbst: über den Fahrer. Der Fehler ist bekannt, sobald er das erste Mal stört.
Auffällig, weil jemand darauf wartet.
Niemand steht davor
Ein Dach, das ein Fünftel zu wenig liefert, meldet sich nicht. Der Zähler läuft, die Abrechnung sieht plausibel aus, der Verlust taucht in keiner Störungsliste auf.
Auffällig erst im Vergleich gegen den Erwartungswert.
Was überwacht wird
- Ertrag gegen Erwartungswert: die Größe, an der ein Minderertrag überhaupt erst sichtbar wird.
- Verfügbarkeit der Wechselrichter: welches Gerät liefert, welches nicht.
- Zustand und Ladezyklen des Speichers: wie er tatsächlich gefahren wird.
- Lastspitze am Anschluss: der Wert, der die Anschlussleistung begrenzt.
Wiederkehrende Arbeiten
Eine PV-Anlage ist Elektrotechnik auf einem Gebäude. Geprüft werden muss beides.
- Sichtprüfung der Module und der Befestigung. Beschädigungen, gelöste Klemmen, veränderte Auflast.
- Elektrische Prüfung nach den einschlägigen Vorschriften. Der Umfang richtet sich nach der Anlage, nicht nach einer Pauschale.
- Kontrolle der Dachdurchdringungen und der Entwässerung. Jede Durchdringung ist eine Stelle, an der ein dichtes Dach undicht werden kann.
- Reinigung nach Bedarf statt nach Kalender. Wie oft gereinigt wird, hängt vom Standort ab: Staub, Pollen, Laub, Dachneigung. Das steht nach der Aufnahme fest, nicht vorher.
- Prüfung von Überspannungsschutz und DC-Freischaltung. Bauteile, die im Normalbetrieb nichts tun und deshalb selten auffallen.
Die Dachentwässerung wird gerne vergessen
Eine belegte Dachfläche verändert, wohin Wasser und Laub laufen. Das ist ein Gebäudethema, kein Solarthema, und es fällt erst auf, wenn ein Ablauf zusitzt. Deshalb steht die Entwässerung ausdrücklich mit auf der Prüfliste, nicht nur die Technik.
Anlage, Speicher oder Netz
Die erste Frage im Störungsfall ist nicht, wer kommt, sondern wo der Fehler liegt.
Das Monitoring beantwortet sie meist aus der Ferne, bevor jemand aufs Dach steigt. Zu trennen sind Anlage, Speicher und Netz. Die Antwort entscheidet, ob überhaupt ein Einsatz daraus wird.
In der Anlage
Liefert ein einzelner String nichts, oder liefern alle gleichmäßig weniger? Das trennt einen Defekt von Verschmutzung und Verschattung.
Im Speicher
Meldet der Speicher einen Fehler, oder arbeitet er nur anders als erwartet, weil sich das Lastprofil auf dem Hof verändert hat?
Am Netz
Liegt der Grund außerhalb der Anlage, am Anschluss selbst oder in einer Vorgabe des Netzbetreibers?
Wird ein Einsatz daraus, kommt er aus dem eigenen Netz: sechs Standorte, bundesweiter Service. Welche Reaktionszeit für Ihren Standort vereinbart ist, steht im Servicevertrag. Eine pauschale Zusage finden Sie hier bewusst nicht. Sie wäre ohne Standort, Anfahrt und Anlagengröße nicht zu halten.
Für die Ladepunkte gilt eine eigene Störungskette mit anderen Fehlerbildern. Sie steht unter Service bei den Ladesäulen.
Erzeugung, Speicher und Ladepunkte in einer Oberfläche
Die S-Charge Energy Platform führt zusammen, was sonst in getrennten Portalen liegt.
Getrennte Portale sind der Normalfall: eines für die Erzeugung, eines für den Speicher, eines für die Ladepunkte. Wer wissen will, wie viel des eigenen Stroms tatsächlich im Fahrzeug gelandet ist, rechnet das aus mehreren Exporten von Hand zusammen und macht es deshalb selten. Die Plattform legt Erzeugung, Speicher und Ladepunkte in eine Oberfläche.
Mehr steht hier nicht, und das hat einen Grund
Welche Ansichten Sie brauchen, hängt davon ab, was bei Ihnen steht und wer damit arbeitet. Ein Dach mit Speicher wird anders betrieben als ein Hof mit Speicher und gemischten Ladepunkten. Den Umfang legen wir deshalb standortabhängig im Angebot fest, nicht auf dieser Seite.
Was da zusammengeführt wird (Module, Wechselrichter, Speicher und Lastmanagement), steht unter Technik.
Den Betrieb vor der Entscheidung klären
Sagen Sie uns, welche Fläche belegt werden soll und wer die Anlage später im Blick behält. Bei der Standortaufnahme legen wir fest, was überwacht wird, was wiederkehrend geprüft wird und wie eine Störung bei Ihnen abläuft.