Woraus die Rechnung entsteht.
Diese Seite nennt keinen Betrag. Sie zeigt, welche Posten ihn bewegen und welcher Teil davon am Gebäude hängt statt an der Anlage. Zwei Dächer mit gleich großer Anlage können unterschiedlich teuer werden, und der Unterschied steht selten in der Anlagenbeschreibung.
Was den Betrag bestimmt.
Der Preis der Anlage lässt sich am leichtesten vergleichen. Bewegt wird die Summe aber häufig von dem, was das Gebäude vorher braucht. Und das steht nicht in der Anlagenbeschreibung.
Dachtyp und Tragreserve
Der Dachtyp bestimmt, wie die Module befestigt werden. Die Tragreserve bestimmt, ob das Dach die zusätzliche Last ohne Verstärkung aufnimmt. Ist keine Reserve vorhanden, steht die Verstärkung vor der Anlage. Kommt eine Dachsanierung dazu, steht auch die davor.
Kabelweg und Netzanschluss
Zwischen Dach und Einspeisestelle liegt ein Kabelweg. Seine Länge ist ein Posten, den auf dem Dach niemand sieht. Dazu kommt der Anschluss selbst: Zustand und Größe entscheiden, ob er die Erzeugung aufnimmt oder ob ein Trafo nötig wird.
Größe des Speichers
Der Speicher ist der Teil, der sich frei dimensionieren lässt. Seine Größe folgt aus dem Lastprofil und nicht aus der Dachfläche. Sie hängt daran, wie viel Erzeugung in die Zeit des Verbrauchs verschoben werden soll.
Gerüst und Absturzsicherung
Auf dem Dach wird gesichert gearbeitet. Gerüst und Absturzsicherung gehören zur Montage und sind keine Position, die später zusätzlich auftaucht. Was davon gebraucht wird, hängt an Dachform und Zugang und wird bei der Aufnahme festgelegt.
Auf Bestandsdächern ist die Anlage oft nicht der größte Posten
Häufig kostet das, was das Gebäude vorher braucht, mehr als die Erzeugung selbst: Statik, Dachsanierung, Kabelweg. Wer nur die Anlage vergleicht, vergleicht den Teil mit der kleinsten Streuung. Ob und was für einen Standort gefördert werden kann, ist eine eigene Frage und steht unter Förderung.
Der Hebel ist die Eigenverbrauchsquote.
Selbst verbrauchter Strom ersetzt den vollen Bezugspreis. Eingespeister Strom bringt die Einspeisevergütung. Der Abstand zwischen beiden ist der eigentliche Ertrag der Anlage, nicht die erzeugte Menge.
Wann geladen wird, entscheidet mit
Ein Depot, das tagsüber lädt, ist für Photovoltaik wirtschaftlich günstiger als eines, das nur nachts lädt. Erzeugt wird am Tag. Was in dieser Zeit im Betrieb bleibt, ersetzt Bezug; was nicht gebraucht wird, geht zur Einspeisevergütung ins Netz.
Der Speicher kauft Zeit, nicht Energie
Ein Speicher erzeugt nichts. Er verschiebt Erzeugung in die Zeit des Verbrauchs und erhöht damit die Eigenverbrauchsquote. Sein Nutzen hängt deshalb nicht an der Erzeugung, sondern am Abstand zwischen Erzeugung und Verbrauch.
Zweiter Hebel: die Lastspitze
Wird die Lastspitze gesenkt, sinkt die bestellte Anschlussleistung. Das ist ein laufender Kostenblock, der unabhängig von der verbrauchten Menge anfällt. Er sinkt also auch dann, wenn genauso viel Strom durchgeht wie vorher. Wie Erzeugung, Speicher und Steuerung dabei zusammenwirken, steht unter Technik.
Was jedes Jahr wiederkommt.
Die Investition fällt einmal an, der Betrieb jedes Jahr. Die Posten sind überschaubar, gehören aber in die Rechnung. Wer nur die Anschaffung vergleicht, lässt den Teil weg, der jedes Jahr wiederkommt.
- Versicherung. Die Anlage wird in den Versicherungsschutz des Betriebs aufgenommen.
- Wartung und Prüfung. Wiederkehrend, solange die Anlage läuft.
- Reinigung bei Bedarf. Nicht turnusmäßig, sondern abhängig von Neigung und Umgebung.
- Zählermiete und Messstellenbetrieb. Zwei kleine Posten, die dauerhaft bleiben.
- Rücklage für den Wechselrichter. Die Leistungselektronik hält nicht so lange wie die Module.
Reinigung nur, wenn sie nötig ist
Verschmutzung kostet Ertrag. Auf ausreichend geneigten Dächern erledigt Regen davon den größten Teil. Flache Aufstellung und Standorte mit Staub- oder Ammoniakbelastung brauchen häufiger Reinigung. Was für einen Standort gilt, hängt an Neigung und Umgebung und steht nach der Aufnahme fest.
Ein Wechselrichtertausch gehört zur Laufzeit
Module halten üblicherweise deutlich länger als die Leistungselektronik. Ein Tausch des Wechselrichters innerhalb der Anlagenlaufzeit ist der Normalfall und keine Panne. Wer ihn einplant, hat später eine Rücklage statt einer Überraschung.
Kaufen oder betreiben lassen.
Es gibt zwei Wege zum eigenen Kraftwerk. Welcher passt, entscheidet sich weniger an der Technik als daran, wo das Kapital im Betrieb gebraucht wird.
Kauf mit eigener Investition
Sie investieren selbst. Die Anlage gehört Ihnen, der Ertrag aus Eigenverbrauch und Einspeisung bleibt bei Ihnen, und die laufenden Posten aus dem Abschnitt oben ebenfalls.
- Investition liegt bei Ihnen
- Ertrag bleibt bei Ihnen
- Betrieb und Rücklagen liegen bei Ihnen
- Die Anlage steht in Ihren Büchern
Passt, wenn Sie ohnehin investieren wollen und die Anlage langfristig als eigenes Asset führen.
Betreibermodell ohne eigene Investition
Die Anlage entsteht am selben Standort, ohne dass Sie investieren. Betrieb und Instandhaltung liegen dann nicht bei Ihnen. Wie das im Einzelnen ausgestaltet ist, hängt am Standort und wird im Gespräch geklärt. Auf dieser Seite stehen dazu bewusst keine Angaben.
- Keine eigene Investition auf Ihrer Seite
- Betrieb liegt nicht bei Ihnen
- Dieselbe Anlage am selben Standort
- Ausgestaltung wird je Projekt geklärt
Passt, wenn das Kapital an anderer Stelle gebraucht wird oder eine Investition in dieser Größe gerade nicht ansteht.
Eine belastbare Zahl entsteht erst nach der Standortaufnahme
Vier der genannten Treiber hängen am Gebäude und nicht an der Anlage: Dach und Tragreserve, notwendige Verstärkungen, der Kabelweg zur Einspeisestelle und der Zustand des Netzanschlusses. Solange die nicht geprüft sind, wäre jede Summe geraten. Deshalb steht die Aufnahme vor dem Angebot und nicht danach.
Rechnen wir es für Ihren Standort durch.
Dafür brauchen wir das Dach, das Lastprofil und den Netzanschluss. Daraus entsteht die Auslegung, und erst daraus eine Zahl, die trägt.