Ablauf: sieben Schritte bis zur laufenden Anlage
Die Reihenfolge trägt hier mehr als das Tempo. Was zuerst geprüft wird, muss später nicht zurückgenommen werden. Und ein Schritt läuft nicht in unserem Takt, sondern in dem des Netzbetreibers. Das ist der Grund, warum auf dieser Seite keine Wochenzahl steht.
Sieben Schritte, in dieser Reihenfolge
Vom Lastprofil bis zum laufenden Monitoring. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Ein Schritt steht bewusst vor dem Angebot, weil sonst zweimal geplant wird, und einer geht bewusst früh heraus, weil danach jemand anders am Zug ist.
- Bedarf und Lastprofil aufnehmenZuerst die Frage, wann Strom gebraucht wird, nicht nur wie viel. Aus dem Lastprofil ergibt sich, welche Größe überhaupt sinnvoll ist.
- Dach und Statik prüfenDie Tragreserve wird nachgewiesen, nicht angenommen. Erst danach steht fest, was das Gebäude aufnehmen kann.
- Anlage auslegen und anbietenJetzt wird ausgelegt. Zum Angebot gehört ein Leistungsverzeichnis, damit jede Position zuzuordnen bleibt.
- Netzanschluss anmeldenDie Anmeldung geht beim Netzbetreiber heraus. Danach wird auf seine Rückmeldung gewartet.
- MontageAuf dem Dach mit Absturzsicherung, am Carport auf gesetzten Schraubfundamenten.
- InbetriebnahmeDazu gehören die Zählersetzung und die Registrierung im Marktstammdatenregister.
- Betrieb mit MonitoringDie Anlage läuft. Das Monitoring zeigt, was sie liefert, und nicht, was sie liefern sollte.
Warum die Statik vor dem Angebot steht
Ohne nachgewiesene Tragreserve ist jede Auslegung Makulatur. Eine Anlage, die auf dem Papier passt und auf dem Dach nicht, muss ein zweites Mal geplant werden, und dieser Aufwand fällt an, gleich bei wem. Deshalb steht Schritt 2 vor Schritt 3 und nicht danach. Welche Bausteine bei der Auslegung zur Auswahl stehen, steht unter Anlagen.
Auf dem Dach und auf dem Hof gelten andere Regeln
Schritt 5 sieht je nach Standort unterschiedlich aus. Der Unterschied betrifft nicht nur die Montage selbst, sondern auch die Frage, was am Ende der Nutzungsdauer stehen bleibt.
Montage auf dem Dach
Auf dem Dach kommt die Absturzsicherung hinzu. Gerüst oder Seilsicherung sind Teil der Bauleistung und keine Position, die später als Extra nachgereicht wird.
Welche der beiden Sicherungen es wird, hängt an Dachform und Zugang. Das gehört zur Standortaufnahme und nicht auf den Tag der Montage.
Folge für den Ablauf: Das Gerüst ist ein eigener Termin, kein Posten am Rand. Es muss stehen, wenn das Dach an der Reihe ist.
Gründung auf dem Hof
Carports werden betonfrei gegründet: Schraubfundamente nach DIN EN 12699. Sie sind rückstandsfrei entfernbar.
Auf gepachtetem Grund ist genau das oft die Voraussetzung für eine Genehmigung. Ein Betonfundament müsste am Ende zurückgebaut und entsorgt werden. Dieser Aufwand entsteht hier nicht.
Folge für den Ablauf: Wem der Grund gehört, gehört zu den ersten Fragen. Bei fremdem Grund entscheidet sie mit darüber, ob überhaupt gebaut werden darf.
Was die Dauer bestimmt
Eine Wochenzahl steht hier nicht. Sie wäre geraten, und Sie würden mit ihr planen. Sagen lässt sich, woran der Termin hängt. Die Anlage selbst ist keiner dieser Punkte.
- Die Rückmeldung des Netzbetreibers. Sie kommt in seinem Takt, nicht in unserem. Beeinflussen lässt sich allein der Zeitpunkt der Anmeldung.
- Verfügbarkeit von Gerüst und Monteuren. Beides muss zusammenkommen, wenn das Dach an der Reihe ist.
- Die Jahreszeit. Auf einem Dach wird bei Sturm und Eis nicht montiert. Das ist keine Terminfrage, sondern eine Frage der Sicherheit.
- Vorarbeiten am Gebäude. Muss am Gebäude vorher etwas gemacht werden, steht das vor der Montage und verschiebt sie entsprechend.
Der eine Schritt, den wir nicht steuern
Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist Schritt 4. Was danach passiert, liegt nicht mehr bei uns: Der Netzbetreiber antwortet in seinem eigenen Takt, und dieser Takt lässt sich von hier aus nicht verkürzen. Steuerbar ist nur der Zeitpunkt der Anmeldung. Wer früh anmeldet, verliert am Ende keine Zeit. Deshalb geht sie heraus, während die übrige Planung noch läuft, und nicht erst, wenn alles andere steht.
Ein Ansprechpartner statt getrennter Gewerke
Planung, Lieferung, Montage und Abnahme laufen über eine Stelle. Damit entfällt die Abstimmung zwischen getrennt beauftragten Gewerken, die sonst bei Ihnen liegt.
Eine Zuständigkeit
Wer bei einer Rückfrage anzurufen ist, steht vom ersten Schritt an fest. Auch dann, wenn die Rückmeldung des Netzbetreibers aussteht und sich am Termin gerade nichts bewegt.
Was das nicht ersetzt: Wer die Gewerke lieber einzeln vergeben möchte, kann das tun. Dann liegt die Abstimmung zwischen ihnen allerdings wieder bei Ihnen.
Sechs Standorte
Der Service läuft bundesweit und wird von sechs Standorten getragen. Die Anlage bleibt nach der Abnahme dort betreut, wo sie geplant wurde.
Das Monitoring aus Schritt 7 gehört zum Betrieb. Der Ablauf endet nicht mit der Inbetriebnahme, er wechselt nur die Phase.
Die Ladeseite hat einen eigenen Ablauf
Erzeugung und Ladepunkte werden zusammen geplant, laufen aber nicht durch dieselben Schritte. Wie es auf der Ladeseite abläuft, steht unter Ablauf bei den Ladesäulen.
Was trägt Ihr Dach?
Die Antwort kommt aus der Standortaufnahme, nicht aus einer Tabelle. Sie steht am Anfang des Projekts, vor der Auslegung und vor dem Angebot.